wach

Wissen Sie, nichts ist so wie es scheint.

 

Ich hab mich gefragt, warum nur sind wir nicht die, die wir sind?  Weshalb versuchen wir immer, etwas anderes zu sein? Genügen wir uns selber nicht mehr? Wir schauspielern. Theatralisieren. Bilden Neologismen, um uns noch kompliziert unbequemer ausdrücken zu können, nur ja nicht die Sache auf den Punkt bringen. Übertreiben. Verschweigen. Handeln, doch in verkehrter Art und Weise. Sprächen wir unsere Emotionen frei heraus, glauben Sie mir, die Welt wäre um einige einsame Herzen ärmer. Agierten wir nach unseren Gefühlen, ich versichere Ihnen, wir hätten einige Sternschnuppen-Stunden mehr, auf die wir mit einem Lächeln zurückblicken könnten. Doch Angst hängt immerzu über uns, Angst davor, verletzt zu werden, zu geben und niemals zu bekommen, zu sprechen und niemals Antwort zu erhalten, und vorallem den Stolz gebrochen zu finden.

Ich frage mich, wieso sind mir all diese Dinge bekannt, wissend, wie falsch und hinderlich es ist, wie glücklich ich wäre, wäre ich offen und frei und doch bin ich wie jeder andere auch - nicht ich selbst. Ich liebe - und habe es nie gesagt. Ich weine - und habe es nie gezeigt. Ich wandere - und sehne mich doch nur nach einem Heim. Ich suche - und weiß noch nicht mal genau wonach.

Irgendwo muss doch Gefühl sein.

 

 

25.10.08 04:28

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