lesson learned

Auf Wiedersehen - und danke mein Freund.

 

 Du - du warst der Erste, dem ich vetraute. So echt, dass ich nicht zögerte, mich in deine Hände zu begeben. Alles was ich geben konnte.

 Der Erste, dem ich unwiederbringbar und ohne Zweifel gehörte.

 Du - du warst das Einzige, was mich am Leben gehalten hat; ohne es zu wissen, warst du es, der Sehnsucht zu Atem hat werden lassen, Kälte zu Gefühl, Einsamkeit wurde Berührung.

Du lagst an meiner Seite und ich wusste, dass du nicht mir gehörst, dass du nie bei mir sein würdest, und doch warst du es, dem in diesem Moment mein ganzes Herz gehörte.

Du warst derjenige, der mich erwachsen hat werden lassen - als ich diesen Morgen aufwachte, dich ansah und verstand, was es bedeutet, gehen zu lassen.

Das Schwerste, was ich jemals verloren habe.

Du - du warst der Song, dieser eine, der dein Leben verändert, in deinem Kopf umherschwirrt, in deinen Ohren dröhnt und mit einem Lächeln über deine Lippen kommt, dessen Melodie dich begleitet und solltst du sie einmal vergessen, die ersten Takte, zufällig gehört, dich innehalten, dich sofort erinnern lassen.

Durch dich habe ich das Fühlen gelernt.

Du warst Schmerz, dieser eine, der immerzu umgibt, greift und packt und nicht gewillt ist, lozulassen.

Du - du bist das, was mich letztendlich wieder neu entstehen ließ, hast mir bewusst gemacht, wieviel Stärke in mir ist, hast mir bewiesen, dass ich auch wonanders Geborgenheit finden kann, gezeigt, dass du zwar der Erste, aber nicht der Einzige bist, der mich strahlen und glücklich sein lässt, hast mir bewusst gemacht, dass es ein Ende gibt, der einen Neuanfang mit sich bringt. Lebwohl.

28.12.08 01:56, kommentieren

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Definition?!

Dort, an der Kreuzung links!

 

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzen zu begegnen. Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins. Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen. Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leides berührt hast, ob Du geöffnet worden bist, von all dem Verrat, oder ob Du zusammengezogen und verschlossen bist, aus Angst vor weiterer Qual. Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem und Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen. Ich will wissen, ob Du mit Freude - meiner und Deiner - dasitzen kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Fußsohlen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder sagst, das gehöre sich nicht. Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst. Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: "Ja!" Es interessiert mich nicht zu erfahren, wie Du lebst und wie viel Geld Du hast. Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für die Kinder getan werden muss. Es interessiert mich nicht, ob, wo, was oder mit wem Du studiert hast. Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt. Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit mir zusammen bist ...

Aus Oriah Mountain Dreamers "Die Einladung"

26.10.08 17:39, kommentieren

wach

Wissen Sie, nichts ist so wie es scheint.

 

Ich hab mich gefragt, warum nur sind wir nicht die, die wir sind?  Weshalb versuchen wir immer, etwas anderes zu sein? Genügen wir uns selber nicht mehr? Wir schauspielern. Theatralisieren. Bilden Neologismen, um uns noch kompliziert unbequemer ausdrücken zu können, nur ja nicht die Sache auf den Punkt bringen. Übertreiben. Verschweigen. Handeln, doch in verkehrter Art und Weise. Sprächen wir unsere Emotionen frei heraus, glauben Sie mir, die Welt wäre um einige einsame Herzen ärmer. Agierten wir nach unseren Gefühlen, ich versichere Ihnen, wir hätten einige Sternschnuppen-Stunden mehr, auf die wir mit einem Lächeln zurückblicken könnten. Doch Angst hängt immerzu über uns, Angst davor, verletzt zu werden, zu geben und niemals zu bekommen, zu sprechen und niemals Antwort zu erhalten, und vorallem den Stolz gebrochen zu finden.

Ich frage mich, wieso sind mir all diese Dinge bekannt, wissend, wie falsch und hinderlich es ist, wie glücklich ich wäre, wäre ich offen und frei und doch bin ich wie jeder andere auch - nicht ich selbst. Ich liebe - und habe es nie gesagt. Ich weine - und habe es nie gezeigt. Ich wandere - und sehne mich doch nur nach einem Heim. Ich suche - und weiß noch nicht mal genau wonach.

Irgendwo muss doch Gefühl sein.

 

 

25.10.08 04:28, kommentieren

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